Wir über uns

tripunctatum e.V. hat sich die Aufgabe gestellt, ein Wohn- und Beschäftigungsprojekt zu entwickeln, das behinderten Menschen gleichermaßen ein attraktives Lebensumfeld bietet und einen sinnerfüllten Tagesablauf gewährleistet. Es geht darum, eine Gemeinschaft entstehen zu lassen, in der alle ihren Anteil zum gemeinsamen Ganzen beitragen können. Wir wollen auf diese Weise das Angebot an Wohn- und Beschäftigungsprojekten für behinderte Menschen bereichern und dabei helfen, den 'Paradigmenwechsel' in der Arbeit für behinderte Menschen weiter voranzubringen - von der reinen Fürsorge hin zur freien Entscheidung für oder gegen einzelne Angebote. Ein verbürgtes Wahlrecht für die eine oder andere Lebensform kann eben nur dann sinnvoll ausgeübt werden, wenn es echte Wahlmöglichkeiten gibt. Viele kleine innovative Projekte schaffen Vielfalt. So vielfältig, wie die Menschen sind.

Gründungsteam des Vereins

 

 

Eine Vision: Unsere Idee könnte beispielsweise in Form der Bewirtschaftung eines alten Bauernhofes umgesetzt werden, indem man ihn als Wohn- und Arbeitsstätte der Menschen nutzt, wie es über viele Jahrzehnte geschah. Damals lebten und arbeiteten bäuerliche Familien über Generationen dort. Der Agrarstrukturwandel brachte es mit sich, dass viele kleine Höfe aufgegeben wurden, nun brachliegen und sich kaum eine tragfähige Nutzung findet. Wenn man eine solche geeignete Hofstelle entsprechend umwidmet, so bieten sich vielfältige Möglichkeiten für die dort Lebenden, sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten einzubringen und am Gelingen mitzuarbeiten: Die Arbeit kann beispielsweise im Service eines Gartencafés geleistet werden, wo sich Fahrradtouristen bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen stärken wollen. Ebenso gut bieten die Gartenarbeit zur Produktion von Gemüse, die Haltung von Geflügel und der Haushalt eine Fülle von Aufgaben, die je nach Fähigkeit der Bewohner viele Möglichkeiten zur Mithilfe bieten. Die Vermarktung der produzierten Eier und das Putzen und Sortieren des Gemüses benötigen viele fleißige Hände. Der Verkauf der Waren auf dem Wochenmarkt bringt echte Kontakte in die Gemeinde und hilft, Hemmschwellen abzubauen. Auch das spätere Angebot von Rollfiets-Urlaub für Familien mit gehandicapten Kindern braucht immer ein freundliches Wort und eine reichende Hand bei der Bewirtung der Gäste.

Und doch werden die Bewohner dieses Hofes Hilfe und Unterstützung brauchen. Diese Hilfe wird von Leuten erbracht, die das Projekt als das ihrige begreifen, und nicht als eine Arbeit wie jede andere. Es braucht schon etwas Idealismus, um in unserem Team eine gute Arbeit zu machen. Die wichtigste Voraussetzung ist, einen jeden Menschen in seiner Besonderheit anzunehmen und seine Arbeit wertzuschätzen. Wir wollen nicht, dass man die behinderten Menschen bevormundet; wir wollen diese Menschen an die Hand nehmen und sie dabei unterstützen zu tun, was sie zu tun in der Lage sind. Auch wenn die erbrachte „Leistung“ im Vergleich mit anderen oft gering erscheint, so ist sie uns immer gleich viel wert, wenn jeder sich nach seinen Kräften einbringt.

Die Würde aller zu achten und zu bewahren ist für uns nicht nur ein frommer Spruch, sondern oberste Maxime unseres Handelns.

Insofern gilt auch für tripunctatum e.V. die Präambel zur Satzung von Stiftung tripunctatum als verbindlich.

 

Vom anderen lernen: Europa wächst nicht nur wirtschaftlich und kulturell zusammen, sondern wird seine Standards auch in sozialen Fragen - selbstverständlich auch im Bereich der Arbeit für behinderte Menschen - weiter annähern. Als deutsch-niederländische Initiative wollen wir im euregionalen Grenzraum von den Erfahrungen des jeweils anderen Landes profitieren. Hierzu werden wir das Wissen und die besonderen Kompetenzen des Nachbarn nutzen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.